Jahns rollende Welt

Transkript

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00:00:00: Guten Morgen, liebe Wiener!

00:00:01: Schön hast du für diesen Podcast zugesagt.

00:00:03: Würdest dich mal kurz vorstellen wer du bist und was du alles so machst?

00:00:09: Sehr gern!

00:00:10: Guten Morgen lieber Jan.

00:00:11: erst einmal danke für die Einladung.

00:00:12: ich freue mich dich kennenzulernen.

00:00:14: Ich bin Vera Zilschke, ich bin Journalistin und Schriftstellerin.

00:00:18: Und dreifache Mutter.

00:00:20: aus dieser ganzen Gemengelage ergeben sich dann auch meine Romanthemen.

00:00:24: Mein erster Roman aber liebt noch handelt vom Mutterideal von der Erschöpfung und Fremdbestimmung die Mütter manchmal spüren.

00:00:31: Und mein zweiter Roman Pina fällt aushandelt von pflegender Elternschaft, von Inklusionen und Gemeinschaft was damit zusammenhängt dass ich ein autistisches Kind habe in dieser Förderwelt unterwegs bin.

00:00:45: Bevor wir auf diese zwei Bücher zu sprechen kommen, will ich kurz mal nachfragen, wann kam der Wunsch bei den Wähler auf Bücherzuschreiten?

00:00:56: Das ist wahrscheinlich die langweiligste aller Geschichten weil es bei mir auch so war dass ich als Kind tatsächlich schon davon geträumt habe.

00:01:04: also ich hab... Es gibt ein Freundebuch, Schulfreunde Buch.

00:01:06: da war ich acht Jahre alt und habe als Buchswunsch-Schriftstellerin reingeschrieben.

00:01:11: Aber meine Eltern waren sich relativ einig und ich eigentlich auch, dass das ja kein echter Beruf ist.

00:01:16: Und so bin ich dann erst mal in den Journalismus gegangen.

00:01:19: Ich habe es mir tatsächlich lange Zeit nicht zugetraut, einen ganzen Roman zu schreiben.

00:01:24: Denn es ist schon etwas anderes eine Welt komplett zu erfinden als die Realität abzubilden.

00:01:29: Das ist ja das was ich als Journalistin mache.

00:01:32: Ich würde sagen, als Journalistin mache ich Fotos und als Schriftstellerin male ich Gemälde.

00:01:36: Das sind schon sehr verschiedene Dinge.

00:01:38: aber irgendwann hatte ich ein Thema das mich so angetrieben hat.

00:01:42: Und dann hat es geklappt!

00:01:44: Was war die größte Aha-Erlebnisse vom Wunsch?

00:01:48: Schriftstellungen zu sein zur Realität?

00:01:52: Wo war der größte Gap?

00:01:57: Also zum einen... ...ich würde sagen dass allerwichtigste war dieses Selbstvertrauen zu haben, zu sagen ich schreibe hier etwas und dann setze ich mich.

00:02:11: der Welt aus.

00:02:12: Also ich vertraue irgendwie darauf, dass das nicht nur mich interessiert was ich hier schreibe.

00:02:17: Das war glaube ich für mich der größte Schritt.

00:02:20: und das zweite war dann festzustellen wie kompliziert diese Buchbranche funktioniert?

00:02:25: Und das ist ja schon etwas ist, was man nicht ganz alleine aus eigener Kraft schaffen kann.

00:02:29: Man braucht andere Menschen die an einen Glauben zum Beispiel eine Literaturagentin oder ein Verlag.

00:02:35: Also, ein Buch von die Pina Feldhaus habe ich durchgelesen.

00:02:41: Das andere aber lieb noch höre ich und ich finde beide brillant weil es sehr menschliche Themen sind, weil es um viel Kerlarbeit geht, die man nicht sieht.

00:02:57: Und ich habe beiden Bücher mit meiner Mutter gehört.

00:03:03: Die haben beide gehört.

00:03:05: Ich habe eines gelesen, Pina Feld aus, wo ich auch den Hauptfokus so auf das Gespräch haben will.

00:03:13: Willst du kurz mal dein Buch, Pia Feld aus umreißen?

00:03:19: Wir müssen nachher gehen.

00:03:21: wie aber tief rein!

00:03:23: Sehr gerne.

00:03:24: und Pinafeld ausgeht es um den zwanzig Jahre alten Leo.

00:03:28: Leo lebt in seiner ganz eigenen Welt, hat ganz eigene Regeln um durch seinen Alltag zu kommen und seine Mutter Pina ist die einzige Person die diese Regeln kennt und ihn durch sein Leben begleiten kann.

00:03:39: Und dann passiert das was nie passieren durfte.

00:03:41: Pina fällt von jetzt auf gleich aus.

00:03:43: sie kommt ins Krankenhaus und sie so schwer krank dass ihr auch keine Bedienungsanleitung durchgeben kannst.

00:03:48: sie kann gar nichts tun Und das ist für Leo eine ganz außergewöhnliche Situation.

00:03:54: Der ist zum allerersten Mal allein zu Hause und die einzigen Menschen, die jetzt da sind, sind die völlig ahnungslosen Nachbarn, die auch in diesem Haus leben.

00:04:02: Das ist eine sechzehnjährige Schulabbrecherin und ein vierunddreißigjähriger Mann der nicht so gerne das Haus verlässt und auch nicht so gern Kontakt zu anderen Menschen hat.

00:04:14: Die bilden eine Fixalsgemeinschaft.

00:04:19: Ihnen diese Gemeinschaft sehr gut tut, jedem Einzelnen von ihnen?

00:04:23: Ich habe dein Buch so bekommen.

00:04:25: Ich habe ein Bücherabbau von einer Buchhandlung.

00:04:28: Dort kann man sagen was man gerne für Bücher ist und dann bekommt man die Zugeschichte.

00:04:35: Wie

00:04:35: cool!

00:04:35: Also

00:04:36: ich wusste nichts von dir.

00:04:38: Und so

00:04:39: habe einfach gesagt, ich möchte gerne eine diverse Autorinenschaft und ein bisschen Humor auch... Und da hat die Buchhändlerin mir das so mitgegeben.

00:04:52: Ich habe dem Bücher rücken gelesen, den Klappentext und dann ging bei mir der Motor an weil es war größtenteils von diesem Buch ich habe ja nicht die gleichen Diagnose wie Leo aber viel im Mühe gesehen, also schon beim klappen Text und da ging extrem viel biografisches bei mir los.

00:05:25: Und das war schon auch krass!

00:05:28: Also erst in den ersten paar Seiten und ich musste ... die habe ich so gelesen.

00:05:34: dann hab' ich meine Mutter angerufen.

00:05:37: Ich bin jetzt thirty-six so... Ein, zwei Frauen gestellt, die sich auch Pina stellt in ihrem Alltag und so.

00:05:50: Zuerst gesagt ist es bei mir war das gleiche.

00:05:54: Und das war schon krass!

00:05:57: Also ich habe jetzt ja schon irgendwo ihr mitbekommen dass es ihr so geht aber dann mal von einer fremden Person eine sexiven Person diese Lebensrealität zu sehen war schon sehr berührend und es würde mich auch interessieren.

00:06:18: Ich habe in einem anderen Podcast von dir gehört, dass du eigentlich die Geschichte anders schreiben wolltest, nämlich die Beziehung zwischen einer Mutter und ihrem behinderten Kind oder der Kinder mit einer Behinderung.

00:06:34: Wann kam aber der Gepf wo du dann gesagt hast ich gehe diesen Weg?

00:06:40: Mein Ziel war Menschen, die überhaupt keinen Kontakt mit Menschen mit Behinderung haben.

00:06:48: Die sich überhaupt nicht vorstellen können wie exklusiv unsere Welt ist dass diese Menschen Kontakt aufnehmen können zu Leo das sie wirklich nachfühlen können was es bedeutet in Leos welt zu leben und jemanden zu begleiten der von sich aus ja auch nur sehr begrenzt sagen kann, was er möchte.

00:07:09: Was ihm fehlt.

00:07:11: Man braucht ganz viel Fingerspitzengefühl und ich erlebe selbst mit meinem Kind den man ja seinen Autismus nun mal auch nicht ansieht dass die ersten Reaktionen auf sein Verhalten oft sind naja der ist aber frech oder das ist aber nicht nett oder der es aber nicht gut erzogen.

00:07:30: und deswegen war für mich klar diese Geschichte schreibe ich Natürlich auch für Leos und für Pinas, aber ich schreibe sie um diese Tür aufzustoßen zu ihrer Welt.

00:07:42: Und Menschen einzuladen da mal reinzuschauen.

00:07:44: Und ich habe sehr, sehr lange die Geschichte von Leo und Pina aufgeschrieben.

00:07:49: Das war eine Kamerspielartige Geschichte.

00:07:52: Ich hab auch ein Tagebuch von Pina geschrieben weil ich ja genau wissen musste wie ist dieser Weg mit ihrem Sohn bis dahin gelaufen?

00:08:00: Aber ich hatte mich immer gefragt warum sollte das jemand lesen der damit keine Berührung hat?

00:08:06: Und an dem Punkt bin ich dann irgendwie immer hängen geblieben.

00:08:09: und dann wurde mir irgendwann klar, ich schaffe es eigentlich nur diese Türen aufzustoßen wenn die Piene ausfällt.

00:08:15: Dann steht wirklich die Frage im Raum da ist niemand der sich kümmert und dann muss es irgendjemand tun, der sich dafür eigentlich gar nicht zuständig fühlt.

00:08:24: Was ich krass fand auf den ersten zwei drei Seiten dieser Druck zu performen von den Muttenseiten Und das war dann auch ein intensives Gespräch von meiner Mutter, weil mir sieht man die Behinderung an.

00:08:39: Ich sitze im Rostuhl und ich bin ein Spastiker und sie wollte immer, dass es ja nicht gross ... Also nicht, dass's nicht gesehen wird!

00:08:51: Das war klar, weil der Rostuch ist da aber trotzdem den Norm der Normalität möglich zu erreichen.

00:09:01: also Sie wollte nicht, dass es gross thematisiert wird.

00:09:06: Und das hat mich schon auch gestärkt so möglichst normal in einem enormen Welt unterwegs sein.

00:09:16: Aber es war für mich Druck, aber es war auch von meiner Mama Druck und ich habe mir wirklich erzählt sie musste sich Ventile suchen ist dann auch in einer Sucht geschlittert, um viele Arztbesuche viel Druck und immer wieder das Optimum herauszuholen.

00:09:40: Und auch den gesellschaftlichen Druck, weil meine Tante haben immer gefragt wie geht es denn ja an?

00:09:48: Wie macht er Fortschritte?

00:09:51: Und ich war ein bisschen ein faules

00:09:55: Kind!

00:09:56: So, und das war aber auch wieder Druck von beiden Reiten.

00:10:01: Und das nicht mich wundert.

00:10:05: Wolltest du oder kennst du diesen Druck?

00:10:08: Auch du hast es schon mit deinem Sohn angesprochen.

00:10:12: Aber wie erlebst du den Druck als Mama die jetzt ein bisschen jünger ist als meine Mutter?

00:10:20: Das sind glaube ich zwanzig Jahre Unterschiede.

00:10:22: Aber wenn du jetzt die Geschichte vom Pina erzählst... Ist das eigentlich viel vor zwanzig Jahren bei meiner Mutter?

00:10:32: Ich würde gerne mal mit deiner Mutter einen Kaffee trinken gehen, glaube ich.

00:10:36: Also für mich gibt es... Das ist total facettenreich finde ich.

00:10:40: also ein Thema für mich ist dass ich einfach oft das Gefühl habe die leben unsere Lebenssituation nicht so wirklich erklären zu können.

00:10:50: Und es gibt dann so im Umfeld, das Bedürfnis zu sagen ist doch gar nicht so schlimm.

00:10:55: und dann fühle ich mich so schlecht weil ich das Gefühl habe ich jammere jetzt hier so rum und dann denke ich ach komm dann lasse ich bleiben, dann mache ich's mit mir aus oder mit meinem Mann.

00:11:05: Das Zweite Das war eine sehr lange Entwicklung.

00:11:10: Bei uns begann das ja alles damit, dass eine Entwicklungsverzögerung festgestellt wurde und es war mehrere Jahre lang gar nicht klar womit haben wir es hier eigentlich zu tun?

00:11:19: Und dann irgendwann gab's das Etikett geistige Behinderungen, dann irgendwann gabs das Etiquette Autismus und immer wieder musste man sich da komplett neu einfühlen und das erzeugte ein großes Gefühl von Freipendeln Unsicherheit kein Halt haben.

00:11:36: Gleichzeitig gab es in diesen Jahren aber viele Momente, wo wir sehr einstehen mussten für unser Kind.

00:11:43: Er hatte einmal einen Unfall und kam ins Krankenhaus und musste operiert werden weil er einen Knochenbruch hatte.

00:11:50: Und ich konnte den Ärzten, die keine Kinderärzte waren und auch keine Neurologen waren sondern einfach Kieferchirurgen.

00:11:59: Ich konnte denen das nicht begreiflich machen dass sie mit diesem Kind anders umgehen müssen.

00:12:04: Die haben mich als Expertin akzeptiert.

00:12:08: Das ist ganz oft ein Problem und dann kam tatsächlich von einem Oberarzt der Spruch sieht man ihm ja gar nicht an.

00:12:14: Nee, sieht man auch nicht!

00:12:15: Ist im Gehirn drin.

00:12:17: Das müssen Sie mir jetzt einfach glauben.

00:12:19: Ja, und muss man es sehen um es zu glauben?

00:12:22: Das ist eben die Frage... Also ich habe manchmal das Gefühl bei mir wenn ich im Rollstuhl sitze Ich kann nur überraschen, dass wir ihn eh nichts zugetragen.

00:12:38: Das hat einen Vorteil, aber wenn man dann immer wieder merkt dass man den Gap zu machen muss um überhaupt akzeptiert zu werden finde ich das dann eben auch wieder schlimm.

00:12:49: Aber wenn ich eine Neurodivergenz habe und angepasst werde von der Gesellschaft wie die Gesellschaft normal mit der Gesellschaft umgeht Und aber nicht die Frage gestellt, wie gehen wir miteinander eigentlich um und erst dann zu merken dass es eigentlich viele unterschiedliche Normalitäten gibt.

00:13:15: Aber man sich nicht fragt, wie wollen wir zusammenleben?

00:13:20: Wie ist das für dich?

00:13:22: Also wie gehen die Leute mit dir um, am besten lieber gar nicht weil lieber nichts falsch machen oder...

00:13:27: In der Schweiz habe ich mir ein großes Megaphone erarbeitet.

00:13:33: Ich bin ein Mensch der Öffentlichkeit und mich kennt man mit dem Zeit.

00:13:39: Das ist auch mir speziell, denn früher wurde mir gar nichts zugetragen.

00:13:45: jetzt bin ich der Superbehinderte!

00:13:49: Dieser Cap

00:13:50: ist

00:13:51: einfach ein bisschen bizarr.

00:13:56: Jetzt bin ich einfach smart und lustig, und an gewissen Sachen auch.

00:14:04: Man sieht eigentlich seine Behinderung gar nicht an was ich auch wieder lustig finde weil man dort die Behinderungen sehen kann Auch da wieder vor, weil wir es stabilisieren.

00:14:21: Ich habe die Behinderung gemeistert und man sieht gar nicht mehr zu sehen.

00:14:26: das ist sie auch falsch.

00:14:30: Irgendwie will ich dort eine gewisse Normalität bekommen.

00:14:34: Und jetzt gehen wir ein bisschen weiter im Roman.

00:14:38: Da gab es eine Szene in einer Bäckerei Die mich auch wieder getroffen hat, als Aktivist.

00:14:47: Also wo dann Leo auf die Toilette geht, geht die Diskussion erst los.

00:14:53: weshalb

00:14:54: kann man es nicht mit Leo zusammen besprechen und mit den Menschen generell besprechen?

00:15:03: Ich erreiste die Diskussionen immer an in der Gesellschaft das Gegenteil aber das war so exemplarisch.

00:15:12: Hast du da eine Idee, weshalb man erst über Menschen spricht bevor man mit den Menschen spricht?

00:15:21: Ich weiß es nicht.

00:15:22: Ob's vielleicht gar nicht darum geht wirklich zu erfahren was mit Leo ist das immer die Frage was ich denn mit ihm ob es interessanter ist rum zu orakeln, da sind halt Leute die sitzen in der Bäckerei und das ist wahrscheinlich deren Tagesbeschäftigung sich über die Menschen zu unterhalten.

00:15:40: Die da reinkommen und der Leo ist dann besonders interessant und jeder erzählt dann mal ein Anekdötchen ja ich kenne jemanden der jemanden kennt.

00:15:46: er hat eine Tochter die hat auch ne Behinderung und es ist ja so der Mensch also die Behinderungen.

00:15:51: unser Bundeskanzler hat neulich eine Ansprache gehalten und gesagt ob einen mensch der Menschen mit Behinderungsbetreut oder der einem Menschen mit Behinderung betreut nicht auch noch einen anderen Betreuung betreuen kann.

00:16:03: Da hatte ich das Gefühl, dieser Begriff mit Behinderung ist bei ihm nicht gefüllt.

00:16:08: da tauchen in seinem Kopf irgendwie gar keine Bilder auf was für ein unglaublich weites Feld das sein kann und am Anfang steht immer einfach nur Mensch.

00:16:19: Und vor allem wenn man dann die Diskussion in der Bäckerei weiter verfolgt, dann kommen so die Klugscheißerinnen und sie sagen man darf gar nicht mehr Behinderungen sagen Und da finde ich dann auch wieder enorm lustig.

00:16:35: Nur weil man keine Sprache findet.

00:16:39: in einer Gesellschaft, um über Behinderung zu sprechen, taburisiert man es und überlässt es dann den Kindern daraus ein Schimpf vorzumachen.

00:16:53: Auf einmal wäre es ja dann wichtig eine Sprache zu finden, um es wie einzuordnen.

00:17:01: Die Kinder wissen, dass sie die Eltern eigentlich trinken können mit diesem Wort und dann ist es sowieso speziell.

00:17:09: Und das finde ich immer wieder spannend, dass man keine Sprache für Rassismus oder Abelismus findet sondern man favorisiert es und man findet es unangenehm.

00:17:24: bis sich dann die Gruppen ein bisschen Formieren und Fortbildungen stellen, dann ist das Mietleig ganz schnell weg.

00:17:33: Dann gibt es...

00:17:37: Ja!

00:17:37: Und ich glaube im Schritt davor ist es so dass diese Sprache finden, dass es sind alles Dinge die glaube ich den Betroffenen überlassen werden.

00:17:47: ja findet mal eure Sprache erklärt mir wie wir's richtig erklärt uns wie wirs richtig machen Genauso wie die Menschen, die auf Inklusion angewiesen sind, sich Inklusion erkämpfen müssen.

00:17:59: Weil alle anderen gar nicht verstehen warum das Nicht nur einfach nice to have ist und auch kein Geschenk oder eine Nettigkeit sondern schlicht eine Notwendigkeit Und ein Menschenrecht.

00:18:12: Also Wie machst du das denn?

00:18:15: Wenn du mitbekommst Du bist an einem öffentlichen Ort und du bist irgendwie Thema da an so nem Tisch Gehst du darauf zu?

00:18:22: Wie gehst du damit um?

00:18:24: je nach Energie-Level.

00:18:26: Nur habe ich eben rote Haare, das brennt bei mir immer!

00:18:32: Also ich hab einen Nonstop-Energie-Lebel...

00:18:36: Nein, Sferr?

00:18:37: Ja nein aber irgendwie vor allem wenn ich mich ärgere dann kann ich super umsetzen wie ein Dynamo und dort reingehen.

00:18:48: was ich jetzt oft gemerkt habe Ich wollte ja immer ein sitzender Fußgänger sein.

00:18:56: Ich wollte auch nie behinden sein, ich habe meinen internalisierten Abolismus eben lange, lange auch ausgeliebt weil für mich war die Werbung und das was die Gesellschaft mir als junger Mensch vorgegaucht hat ... Das war ich nicht!

00:19:17: Das kann ich auch nicht zeigen und deshalb wollte ich nie als Menschen mit Behinderung gelabelt werden.

00:19:25: Man wollte eigentlich ein Übermensch werden!

00:19:29: Für mich war es immer schlimm, wenn man mich gefragt hat, brauchst du Hilfe?

00:19:35: Weil ich wollte nicht Hilfsbedürftig sein.

00:19:38: Und dann kam auch der Moment, an dem ich gemerkt habe... Ich bin eine Menschen mit Behinderung.

00:19:44: Es ist nicht das Problem von mir, sondern ... die Wechselwirkung, und ich muss das annehmen.

00:19:52: Ich muss es verbalisieren.

00:19:54: Und jetzt gehe ich jede Diskussion dann gegenüber so auf den Sack.

00:19:59: Aber nur nett!

00:20:02: Ich sage oft, dass nicht böse ist, aber ich will einfach sagen wie es ist.

00:20:09: Das musst du nicht akzeptieren.

00:20:12: Also für dich persönlich, aber du musst das anerkennen.

00:20:16: Ich möchte nur die Anerkennung, dass wenn die Rampe vergessen geht... ...dass da Scheisse ist!

00:20:23: Das kann

00:20:24: vergessen gehen und es sind alle Menschen.

00:20:27: Aber wenn ich dann eschofiert, darauf hindeute, dann noch irgendwie... Es tut uns leid und so... Kann ich mich auch nicht kaufen?

00:20:38: Die Leid tut.

00:20:39: Und da merke ich einfach... seit ich meine Behinderung vollumfänglich annehmen kann, geht das auch besser mich abzugrenzen für solche Diskussionen?

00:20:51: Weil ich für mich meine Hausaufgaben geregelt habe.

00:20:55: Ja

00:20:57: und ich glaube genau dass ist der Perspektivwechsel den wir alle brauchen.

00:21:01: also man muss ja nur einmal sich

00:21:05: so

00:21:09: Menschen, die einfach in jedes öffentliche Gebäude rein spazieren können.

00:21:13: Jeden Menschen zu Hause besuchen können!

00:21:15: Wir haben glaube ich gar nicht auf dem Schirm wie unglaublich barriereintensiv die Welt ist, die wir gebaut haben und dass es eine Annahme eines Normmenschen gibt.

00:21:23: und für diesen Normmenschan sind alle unsere Innenstädte gebaut, alle unsere Wohngebäude gebaut und ich glaube das einfach die meisten Menschen überhaupt keine Vorstellung haben wie eng dieses Menschenbild ist, dass all diesen Planungen zugrunde liegt und wie unverschämt das eigentlich ist.

00:21:43: Und wie unsozial!

00:21:46: Ich glaube tatsächlich, dass wir Menschen aber irgendwie Wesen sind die nur über Bindung und persönliche Betroffenheit funktionieren und deswegen ist glaube ich das was du da dann leistest in diesem Situation Die ganze Kraft die du da aufbringst ein verdammt guter Dienst an der Menschheit

00:22:00: Was ich einfach auch wieder sehe.

00:22:03: Manchmal gibt es ja Aktivistinnen, die auch im Thema Handreichen wollen wie jetzt das Behinderte gerechte Bauen und so.

00:22:14: Und dann wird unsere Expertise, unser Blick in behinderten gerechten Bauern gar nicht gewünscht.

00:22:21: Ja!

00:22:21: Und

00:22:21: man hat da Normen als

00:22:23: Baum.

00:22:25: Wo sich irgendwie eine Chefetage, das politisches Büro geeinigt hat.

00:22:32: Das ist für Menschen mit Behinderung.

00:22:36: Aber ich sehe immer, ob bei einem behinderten WC ein Mensch mit Behindernung das abgenommen hat.

00:22:45: Am Abfallkübel der aufgetreten wird, dann sehe ich einfach ... Man hat alle Normen gehabt!

00:22:52: Aber man wusste nicht was man mit dem Abfall überwachter wusste und hat den Blumen eingestellt.

00:23:00: Und da finde ich dann manchmal, warum?

00:23:03: Also ich möchte mir auch nicht immer mein Thema bewirtschaften aber ich weiß wenn ich es bewirtschaftle dann verhebt das und dann gehe ich halt diesen Pain.

00:23:16: aber dann weiss ich auch dass sich dahinter sitzen kann wenn es um etwas geht, warum Wollen dann Menschen in dem Behindertensektor, die keine Behinderung haben uns noch sagen wie wir leben sollten?

00:23:34: Das fand ich auch sehr spannend.

00:23:39: Wie siehst du das als Mutter?

00:23:41: Meine Mutter bekam Krämpfe!

00:23:47: Also ganz profan gesagt in meinem Alltag komme ich so selten überhaupt in die Verlegenheit mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

00:23:56: Wenn ich zum Beispiel auf dem Spielplatz bin und ich bekomme mit, dass da irgendwie komisch geredet wird oder so weil das als ungewöhnlich empfunden wird, dass mein großes Kind da jetzt noch mit zehn Jahren da auf dieser Rutsche rutscht oder so... Da sind kleinere Kinder und dann macht es den Eltern Sorge.

00:24:15: Dann habe ich meistens überhaupt nicht die Kapazitäten mich dahinzustellen bei meinem Kind bleiben muss.

00:24:23: Und bei Konflikten, wenn es dann wirklich darum geht... Das weiß ich nicht!

00:24:29: Mein Sohn hat aus Versehen ein kleineres Kind angerempelt oder hatte neulich die Situation.

00:24:33: da hat er was gesagt und dann habe ich mitbekommen dass die Mutter dahin gegangen ist und das Gespräch gesucht hat und dann bin ich dazu gekommen damit ich das später mit ihm nach besprechen kann weil ich weiß das dreht jetzt Kreise in seinem Kopf Und er hatte dem Kind gesagt, dass seine Haare strubbelig sind.

00:24:49: Das Kind fand das sehr unhöflich.

00:24:51: Strubbelige Haare fanden es irgendwie unhöflig und dann mussten wir versuchen, das zu klären!

00:24:57: Es gibt keinen erlösenden Moment.

00:25:02: Erstens fühle ich mich immer schlecht wenn ich meinem Sohn ein Etikett aufdrücke so nach dem Motto Nehmen Sie sein Verhalten nicht ernst, weil er ist autist.

00:25:15: Das will ich ja nicht ganz im Gegenteil.

00:25:17: Ich fühle mich immer schlecht wenn ich so ein Etikett aufdrücke und auf der anderen Seite ist es ja nicht so dass es dann zu einem Aha-Moment führt wo die andere Mutter sagt Achso na klar!

00:25:27: Hätten sie das doch gleich gesagt.

00:25:29: Sondern das ist halt auch hier eine totale Ahnungslosigkeit.

00:25:32: Und deswegen muss ich für mich und das ist mein Job Ich muss meine Sprache noch finden wissensituation denke ach man wäre das ist doch jetzt echt nicht das erste mal da musst du doch jetzt langsam schon übung haben aber das packt mich dann doch jedes mal emotional und dann fängt mein herz an zu schlagen und ich merke dass ich nicht so cool bin wie ich gerne wäre.

00:25:56: ja eben man hat ja keine bedienungsanleitung die mutte sein soll oder wir leben.

00:26:06: Wenn man es glaube ich gewusst hätte, wäre man glaube ich gerade nicht zur Welt gekommen.

00:26:13: Wenn man das vorher gewusst hatte wie es doch läuft.

00:26:18: Das ist das schlimme am Muttersein.

00:26:21: Man kann das immer besser, wenn die Kinder groß sind.

00:26:24: Also auch jetzt mit dem Wissen, dass ich heute habe... Wir hatten damals vor der Einschulung Gespräch mit der Regelgrundschule, die ist bei uns schräg gegenüber.

00:26:33: Eine Grundschule-Schräggegenüber eigentlich toll und wir hätten gerne gehabt, dass unser Sohn die ersten vier Jahre dort verbringen kann mit einer E-Kraft.

00:26:41: Und die Grundschulle hat aber von Anfang an gesagt, das trauen wir uns nicht zu, das können wir uns Heute mit dem Wissen von heute, wie wichtig es ist dass das Kind in seinem Kiez bleiben kann.

00:26:53: Mit Kindern aus einem Stadtviertel zusammen sein kann würde ich da ganz anders auftreten.

00:26:57: aber damals hatte ich das Gefühl ja ich verlange wirklich unmögliches von dieser Schule und habe mich auch sofort zurückgezogen und das akzeptiert.

00:27:05: Das sind leider Sachen die man immer erst hinterher weiß.

00:27:08: Das ist so bei mir so.

00:27:11: und dann kommt meine zweite Lieblingsstelle im Buch wo Pina im Spitalbett liegt und eine Person kommt mit einem Formular.

00:27:27: Ich sage noch nicht, wer kommt?

00:27:30: Und dieser Satz von Pina hat mich sehr sehr... Der hat mich am längsten beschäftigt, wo sie das Formular in die Hände bekommt weil die Person denkt man könnte ja Leo

00:27:49: Das wäre doch viel einfacher, den Leo

00:27:55: in ein Heim zu geben.

00:28:02: Er hat mich so beschäftigt auch als Mensch mit einer Behinderung der aktivistisch darauf schaut.

00:28:11: und ich bin selber in eine Sonderschule gewesen.

00:28:16: Und das Versorgen, diese Begriff und in diesem Kontext hat mich dann schon sehr beschäftigt.

00:28:25: Weil wenn man jetzt Pina anschaut – auch meine Mutter!

00:28:30: – die haben sich aufgegeben um es nicht zu versorgen.

00:28:36: So kann das dann einfach die Lösung sein?

00:28:39: Pina machte dann die Kurve und dann hatte sie ja ihre drei Vögel.

00:28:45: Aber muss zuerst ein Menschenleben fast zur Grunde gehen, um überhaupt Lösungen zu suchen?

00:28:55: Die nachher eigentlich so einen Geflächtsverhalten.

00:29:00: Um nicht die Panik zu bekommen und das Versorgend zu willen.

00:29:06: Bin ich immer noch nicht ganz schlau.

00:29:10: irgendwie sehe ich alles einfach Und ich sehe auch die Seite dieser Person, wo den Antrag wie mitnimmt.

00:29:23: Ja gut aber das Versäumnis dieser Person die meint nach heim wäre doch besser und diesen Antrag mitbringt Diese Person hat sich halt auch die ganze Zeit komplett rausgehalten und hat jetzt überhaupt kein Einschätzungsvermögen, kann auch die Lebensleistung von Pina überhaupt nicht sehen.

00:29:40: Also Pina sagt ja an der Stelle ich möchte nicht dass er versorgt ist, ich möchte das er dazugehört Und das is ihr ganzer Kraftakt.

00:29:49: Ich glaube wir haben das Problem im Moment Dass man wirklich nur diese zwei Wege hatte den Weg der Versorgung und der Weg des Mittendrinseins.

00:29:58: Der Weg des mittendrinsein, der ist strukturell nicht mitgedacht.

00:30:02: Nein!

00:30:02: Der Weg das Mittendrinsein ist immer ein privat organisierter Weg.

00:30:06: Und dann ist die Frage macht es eben eine alleine wie Pina oder gibt es ein starkes Netzwerk?

00:30:11: Das ist glaube ich die wichtigste Aufgabe oder eine der wichtigsten Aufgaben von pflegenden Eltern, einer die Kraft in Momenten Frist, wo man eigentlich gar keine Kraft hat.

00:30:22: Man bittet ja dann meistens dann um Hilfe wenn man eigentlich selber schon ziemlich fertig ist und sich da aber ein stabiles Netz aufzubauen.

00:30:29: das ist glaube ich eine große Kunst.

00:30:31: Und dass es hier auch die Frage die in dem Buch später aufkommt wir haben jetzt hier eine Gemeinschaft Aber wie lange bleibt die bestehen?

00:30:38: Wann geht die sechzehnjährige raus in die Welt?

00:30:40: was wird aus der sechsten achtzigjährigen?

00:30:42: Wie sehr und ab wann vertraue Ich darauf dass so netz zumindest mal ne zeitlang trägt?

00:30:49: Ja und vor allem wie offen, also nach der Episode ist ja China schon offen.

00:30:54: Aber man kann ja auch die Frage stellen selbstkritisch hat sie auch die Scheuklappen so eng gestellt dass sie es gar nicht gesehen hat das sie Hilfe hätte im Umfeld weil es zwanzig Jahre halt so Pilmar Daumen halt gegangen ist Und da muss ich dann schon auch meine Mutter und den Pina-aspektiven Charakter ein bisschen in die Pflicht nehmen.

00:31:28: Natürlich kommen diese Diskussionen rauf, wenn man eben zwanzig Jahre den Deckel darauf gehalten hat zu sehen wie das jetzt gehen könnte.

00:31:43: muss halt das heim auch diskutiert werden.

00:31:48: Das Versorgung hat mich lange, lange beschäftigt weil ich war in einer Sonderschule und das System hat mich nicht gepusht.

00:31:59: Ich musste ihn drin sein aus dem System raus.

00:32:03: jetzt bin ich Stiftungsrat der Stiftung in den ich in die Schule ging.

00:32:10: Jetzt werde ich eben auch super behindert dringend gestellt.

00:32:15: Ich muss dann immer sagen, aber ich war vor zwanzig Jahren auch das Klientel.

00:32:20: Sie wollen mich immer besser hinstellen als ihr jetziges Klientell und da denke ich in Frage falsch!

00:32:28: Es fragt falsch.

00:32:30: Ich müsste mich eigentlich fragen, weshalb habe ich diese Entwicklungstufe so genommen wie ich es genommen habe?

00:32:38: Und dann sage ich einfach immer eine offene Fehlerkultur und nachher Leute zu haben um es zu reflektieren, wie du es jetzt mit einem Sohn machst hat mich am meisten gepusht über mein Leben auch nachzudenken und auch zu korrigieren Weil Menschen mit Behinderungen, vor allem bei Kindern mit Behindernung oft vergessen gehen.

00:33:05: Es dürfen keine Fälle passieren weil der Schutz und man muss es ja behüten und so.

00:33:13: Und da schätze ich meine Mutter sehr.

00:33:16: sie hat immer gesagt die Ahnung du kannst alles erreichen Welt, was du willst.

00:33:22: Aber wenn du aaa sagst musst du b c d e m das ganze Alphabet auch machen.

00:33:30: ich kann dich unterstützen aber du musst

00:33:33: auch wohnen

00:33:34: und dass wird bei mir, wenn ich mit jungen Menschen oder auch mit den jungen Eltern rede dann werde das oft nicht gemacht weil sie selber Stereotypen, Behinderung eben auch noch konfrontiert sind.

00:33:52: Weil es vor dem Kind ja auch eine Meinung über Behinderungen gab und jetzt hat man plötzlich selber ein Kind mit Behinderungswahl gar nicht.

00:34:01: Will ich jetzt den Stereotype gerecht werden oder überreicht?

00:34:07: Ich liebe mein Kind aber... Was denke ich über Behinderung?

00:34:12: Dass Sie oft dass da viele Eltern eigentlich Struggle haben.

00:34:17: Über die Diaryotip-Behinderung, wie ging es dir?

00:34:24: Ich erzähle auf jeder Lesung, dass ich fünf, dreißig Jahre alt werden musste um jemandem wie meinem Sohn zu begegnen.

00:34:31: Und dass ich erst dann in dem Moment angefangen habe darüber nachzudenken, wie das überhaupt sein kann.

00:34:36: Wo sind die eigentlich alle?

00:34:37: Warum begegneten wir uns nicht?

00:34:38: und für mich war das auch völlig neu, wobei ich auch dazu sagen muss mein Erstgeborener war auch das erste Baby überhaupt, dass sich gewickelt haben.

00:34:46: also ich bin so in jeder Hinsicht sehr naiv in dieses Thema reingestolpert.

00:34:55: Na ja, auf jeden Fall habe ich manchmal das Gefühl der Lebensradius meines Sohnes hängt auch ab von meinem Vorstellungsvermögen.

00:35:06: Und das ist natürlich nochmal eine enorm große Verantwortung.

00:35:10: aber was mich interessieren würde Jan wenn du das erzählen magst wenn nicht vergiss meine Frage als du in die Schule gekommen bist damals Gab es so eine Erwartungshaltung?

00:35:20: Bei meinem Sohn war ab Klasse eins die Erwartungshaltung, wenn es dann mal in die Werkstatt geht.

00:35:26: Der Lebensweg war quasi vorgezeichnet.

00:35:28: und zweite Frage wie hast du dein Lebensweg selbst in die Hand genommen?

00:35:34: Also ich muss so anfangen weil ich meine Behinderung seit Geburt habe Und da die Therapie eigentlich an der Tagesordnung war, hatte man einfach meine Mutter und meinen Vater.

00:35:50: Ich war ein bisschen erleben.

00:35:52: Der war auf den konnte man sich nicht so verlassen.

00:35:56: Da musste meine Mutter das selber wuppern.

00:35:59: Dann wurde es eben auch nicht klar.

00:36:05: Bei der Versicherung musste man dann eben auch ... die Behinderung irgendwie ganz schnell abklären, dann ist man in dieser Spirale drin und dann war das wie so klar.

00:36:17: aber ich hatte einen großen Vorteil meiner Biografie.

00:36:23: Ich hatte über das Thema Behinderungen in der Familie.

00:36:28: meine Mutter, ich hatte ein Onkel oder ich habe ihn immer noch, er ist auch im Rohstudio, hat einen Umfall war für mich das grösste Glück auf dieser Erde.

00:36:43: Für meine Mutter war der Rohrstuhl und die Behinderung per se nie ein Problem, weil sie mit dem Bruder so aufgewachsen

00:36:55: ist.

00:36:56: Sie fand schon nicht cool, dass ihr Kind jetzt eine Behinderungen hat.

00:37:00: aber im Umgang mit mir war sie klar war sie fordernd.

00:37:08: Und bei meiner ersten Sonderschule, ich hatte zwei Sondeschulen, war dann irgendwann in meiner Akte den Vermerkachtung mutter sehr aggressiv.

00:37:24: Weil sie die ja auch herausgeforted hatten und gefragt haben was lernt denn der Jahr für das Leben?

00:37:35: Die süffisante Antwort der Reani ist behindert.

00:37:39: Man weiss nicht, ob er eine E-Coup bekommt und dann ging da noch keine Geschichte rum.

00:37:47: Meine Eltern haben auch immer gepusht und sehr leistungsorientiert.

00:37:53: Das kann förderlich sein aber wenn man nicht mehr Perfektion gibt zu der Normalität zumachen ... Das war auch kontraproduktiv.

00:38:06: Deshalb musste ich mich auch einen Psychologen suchen, um einen internalisierten Ableismus ein bisschen in den Griff zu kommen.

00:38:14: Aber der Push natürlich!

00:38:17: Den Druck und so ... Ich habe die Sonderschule so abgeschlossen in der zweiten Sonderschule.

00:38:28: Und dann war klar, wenn du meine Elternberichte liest... Auf der Sonderschule war eigentlich mein Weg klar, weil die gewissen Pädagogen haben geschrieben.

00:38:40: Ja und hat ein grosses Redetalent.

00:38:44: Und die anderen haben geschrieben, ja und hat einen grossen Redepedürfnis.

00:38:50: Kleiner freien Unterschied?

00:38:52: Ich wusste dann auch, wer mich mag oder wer wirklich was.

00:38:56: Aber eigentlich wartet das wie klar, dass ich mein Leben und mein Lebensunterhalt mit reden und nicht zu werken war.

00:39:07: Aber wenn du in eine Sonderschule gehst, gibt es zwei Wege, Büro oder Werkstatt.

00:39:14: Wenn du beides nicht bist, hast du verloren!

00:39:17: Dann gehst du welchen Kognitiven in das Büro.

00:39:22: Aber ich habe dann eben angefangen, selber zu wohnen.

00:39:27: Nach der Ausbildung im geschützten Rahmen habe ich es selbst angefangen zu wohnen und habe auch selber gelernt Entscheidungen zu treffen.

00:39:38: Und das ging da nicht mehr.

00:39:39: Wenn du von morgens um sechs bis um halb neun selber zur Arbeit gehen musst, vielleicht noch kein Koffer trinken, Zeitung lesen und nachher bist du betreut!

00:39:51: Dann geht das nicht.

00:39:52: Und dann habe ich einfach so gestritten mit den Abogen, dass sich ein Wege rausgefunden haben.

00:40:02: und jetzt seit dreizehn Jahren bin ich eigentlich ein Gesamtkunstwerk und mache es irgendwie möglich, Geld zu verdienen.

00:40:11: Ich habe eine Firma gegründet Die Beratungsfirma ist die Firmen oder Veranstaltungen im Inklusion ein bisschen an die Hand nimmt und zusammenwege findet.

00:40:26: Und das würde mich noch interessieren, bevor ich mit meinem Setting fertig bin.

00:40:33: Ich mache jetzt parallel nach einer Podcastreihe in einem Bundesland also bei uns sind es ja Kantone Sie finden am Herbst Wahlen statt wieder eine Legislaturwahl Und ich kann jetzt mit unserer Zeitung vor meinem Kanton eine Podcastreihe machen, wo ich die Parteispitzen in der Ruhe zum Thema Inklusion im Kanton.

00:41:02: Wer an mir ist alles aus dem Gesicht gefallen?

00:41:06: Von sechs Interviews habe ich drei gemacht von links bis rechts.

00:41:13: Ich weiss jetzt, was Sie nicht wollen.

00:41:16: Also ich weiß, dass sie keine Quote haben wollen und dass sie keinen neuen Gesetze haben wollen.

00:41:23: Und die ganz Linken haben gesagt ja wir beachten ja das Thema aber niemand aus der Politik hat eine Vision immer Inklusion weil dann kommt immer der Fanfekt.

00:41:38: die Politiker selber sagen, ja man muss die Gesellschaft sensibilisieren.

00:41:44: Und dann sage ich oft das mache ich jetzt schon zwanzig Jahre!

00:41:49: Ich möchte gerne von euch Support haben.

00:41:53: Aber jetzt wieder zurück zu unserem Gespräch.

00:41:56: wenn die Politik keine Vision hat was machen wir zusammen?

00:42:01: Also auch bei euch Herr Merz ist der richtige Visionär Vor allem in diesem Thema nicht.

00:42:08: Was machen wir jetzt?

00:42:10: Müssen wie wirklich die Ochsen tut gehen und immer wieder Sensibilität nehmen kann.

00:42:16: einmal eins

00:42:18: Ja, du musst immer so weitermachen ja noch viel mehr.

00:42:21: Und wer ich mein wenn?

00:42:23: Ich weiß nicht wie es bei euch ist aber wenn man bei uns an den Bundestag guckt das ist ja keine inklusive Truppe die da sitzt Das sind ja alles die gleichen hochgebildeten Menschen die ohne Barrieren durchs Leben gehen, also das Inklusion ist ein sperriger Begriff der glaube ich meistens irgendwie nicht mit leben gefüllt ist schon gar nicht mit persönlichen Erfahrungen gefüllt.

00:42:48: und Inklusion is irgendwas was über durch eine UN-Konvention über uns gekommen ist.

00:42:53: Und jetzt Jahren ist bei uns theoretisch aber irgendwie auch

00:42:55: nein.

00:42:58: Und ich glaube, wir brauchen in jedem einzelnen von den vielen, vielen Feldern, in denen wir Inklusion brauchen.

00:43:04: Brauchen wir Aktivisten die bereit sind einen guten Teil ihrer Lebenszeit dafür hinzugeben immer wieder darauf aufmerksam zu machen was uns fehlt.

00:43:14: Ja von einem... weißt du?

00:43:16: In der Schweiz wissen ja ein Checklistenland Wir wollen ja Projekte irgendwann abschließen.

00:43:24: Dann kommen die Journalistinnen zu mir und sagen, ja Herr Graf.

00:43:30: Wir haben jetzt schon sehr viel gemacht im Thema Inklusion.

00:43:35: Ich denke ja Baby steps aber ist okay.

00:43:39: Wann haben wir dann Inklusion erreicht?

00:43:45: Und das sage ich nicht!

00:43:47: Wir haben Inklusion nie erreicht.

00:43:50: Dann geht bei den anderen die Rollläden runter und dann muss ich immer erklären wenn man Inklusion groß denkt, ist es eigentlich ein gelebtes Leben.

00:44:03: Und immer wieder die Frage an uns und die Gesellschaft gestellt wird wie wollen wir miteinander leben?

00:44:11: Das kann immer Jahr für Jahr eine andere Fragestellung sein ob es jetzt mit Menschen mit Behinderungen ist.

00:44:19: aber dann kommt wieder eine neue Behinderungsart oder eine neue Thematik im Feminismus oder so rein und da müssen mit einander wieder Lösungen suchen, deshalb ist es nie vorbei.

00:44:33: Aber das ist dann auch eben der spannende, wieder neugierig an die Lösungen ranzugehen und halt auch mal zuzuhören!

00:44:43: Ich glaube wir haben es verlehnt... Neugier wird uns eigentlich rausgetrieben, weil wir immer wieder performen müssen und neu gebraucht hat auch Zeit.

00:45:01: Und auch zuzuhören und zu lernen.

00:45:04: Das wünschte ich mir, dass es nicht immer das Schwere ist.

00:45:09: natürlich ist schwer aber es kann auch so viel bereichernd sein und da muss sich immer wieder versuchen nicht die grosse Glocke zu läuten sondern den Kieselstein im Bewegung setzen, dass der Boden sich langsam anfängt zu bewegen und dann etwas ins Rutschen kommt.

00:45:31: Und das gelingt mir manchmal aber auch nicht.

00:45:36: Das

00:45:36: gelingt ja.

00:45:37: Kieseln für Kieselen?

00:45:41: Das ist wie Inklusion.

00:45:43: Es ist nie vorbei, es ist nie geschafft.

00:45:45: und gleichzeitig könnte man auch sagen inklusion ist ein Motor für eine gerechtere Gesellschaft für alle.

00:45:50: also das könnte unser Motor sein wenn man das versteht so Wir leben in Zeiten, wo wir aus ganz vielen Richtungen mit riesengroßen Themen beworfen werden.

00:46:08: Mit denen wir uns beschäftigen und Inklusion ist leider etwas was dann schnell hinten überkippt.

00:46:13: Aber... Wir wollen nicht mehr Lösungen finden für diese großen Probleme anmerken gar nicht dass wir kleine Lösungen suchen müssen das sich was zu tun.

00:46:24: Ganz genau.

00:46:24: Da kann man sich einfach auf den Büchern stellen und sagen Das ist zu groß, das packe ich nicht.

00:46:32: So geht es mir aber auch.

00:46:33: Ich brauche mir, muss man immer so kleine Beispiele raussuchen die mich aufrecht halten meinen Optimismus aufrechthalten.

00:46:39: wir haben jetzt bei uns jemanden der am Spielplatz gestanden hat der selbst ein Rollstuhl hat und sagte warum kann hier echt kein Kind mit Rollstühlen auf diese Fläche überhaupt drauf fahren?

00:46:51: Auf dieser Sandfläche?

00:46:52: und er hat es jetzt geschafft innerhalb von zweieinhalb Jahren einen Spielplatz zu finden der sowieso abgebaut werden muss weil er so alt und marode ist und mit Fördermitteln und vielen Unterstützern in der Stadt inklusiven Spielplatz zu bauen, der nächstes Frühjahr fertig sein wird.

00:47:09: Als er das erste mal zu mir kam – ich bin ja Lokalreporterin – habe ich gedacht es ist ein super Plan.

00:47:14: aber ganz ehrlich….

00:47:15: Das braucht mindestens zehn Jahre, bis das hier umgesetzt ist.

00:47:19: Die ersten fünf Jahre braucht man, um andere zu überzeugen und der hat das mit einem Affenzahn umgesetzt weil er so eine Überzeugungskraft hat und auch so jemand ist, der sagt Bürokratie interessiert mich nicht es muss ein einfacherer DG.

00:47:34: Und das sind Leuchtturm-Projekte und das sind leuchttur Menschen die eine unglaubliche Energie mit sich bringen Und da, so was halt ich mich dann hoch und nicht mehr kommen.

00:47:45: Ist ein bisschen ... Was bewegt sich schon?

00:47:47: Vera, jetzt haben wir sehr viel über Inklusion gesprochen.

00:47:51: Ich habe den letzten Post

00:47:53: oder einer der

00:47:54: letzten Poster mit der Entscheidung, was du ab Herbst machen willst.

00:47:59: Ich finde es immer

00:48:00: cool

00:48:01: wenn man sich entscheidet und einfach mal auch einen Weg gibt, dem man nicht weiß wo die Reise hingeht.

00:48:08: Ja...

00:48:09: Was?!

00:48:10: war für die Initialschündung einfach nicht ein Trampel wegzugeben, sondern in den Dschungel zu gehen und nichts zu wissen wo man rauskommt.

00:48:21: Das hast du gut gesagt.

00:48:22: ja ich werde ab Herbst meinen Job bei der Zeitung dran geben und Vollzeit-Schriftstellerin sein etwas was ich immer noch nicht fassen kann dass ich das wirklich mache.

00:48:33: aber Ich habe Lust es auszuprobieren und ich hab jetzt die Gelegenheit es auszuprobieren.

00:48:40: Ich bin gespannt.

00:48:41: Ich erzähle dir dann, wie es in einem Jahr ... Können wir da doch mal sprechen?

00:48:44: Wie es ausgegangen ist oder weitergegangen ist.

00:48:47: Ich komme darauf zurück!

00:48:49: Wir machen eine Fortsetzung.

00:48:51: Hey, ich werde mit meinem Setting durch.

00:48:54: Du hast mich schon Fragen gestellt aber gab es jetzt irgendwas, das du noch wissen willst?

00:49:00: Feuer frei!

00:49:03: Jan, gib mir was mit auf den Weg.

00:49:07: Was hat deine Mama richtig gemacht, was ich auch richtig machen sollte?

00:49:11: Hast du für mich etwas in Rat?

00:49:18: Meine Mutter war für mich immer da.

00:49:22: Und hat mich aber auch Scheiße ausprobieren lassen.

00:49:26: Wenn sie mir gesagt haben... Da schlägst du dir den Kopf an!

00:49:30: Du bist in der Scheiße!

00:49:32: Aber geh!

00:49:33: Wenn du das machen willst, geh!

00:49:37: weil so merkt du selber, ob es klappt oder nicht.

00:49:40: Aber ich gebe immer die Sicherheit, dass du zurückkommen kannst wie du darüber sprechen können und Lösungen wieder suchen können eben ruhigierig zu sein.

00:49:51: Oder ein Beispiel was ich immer wieder exemplarisch finde wie die Sonderschule da auch reagiert hätte.

00:50:01: oder meine Mutter das ist sie.

00:50:05: Ich war mit dem ÖV unterwegs, mit irgendwie siebzehn oder so.

00:50:12: Und dann kam jemand am Bahnhof zu mir und wollte ... Der war von Armut betroffen, der wollte von mir Kleingeld.

00:50:22: Ich wollte den Kleingel geben und dann ist mir aber eine grosse Note aus dem Portmonnaie rausgefallen.

00:50:30: Er hat ihn genommen und ist davon geleitet.

00:50:36: Jetzt ein hypothetisches Fallbeispiel.

00:50:40: In der Sonderschule hätte man mich gefragt, wie fühlst du dich?

00:50:44: Wie ungerecht die Welt ist?

00:50:46: und Pipapo?

00:50:47: Meine Mutter hat gesagt, Schau an das Geld ist weg!

00:50:53: Die Frage ist jetzt was machst Du beim nächsten Mal?

00:51:02: Und da habe ich gesagt, ich habe zwei Varianten.

00:51:05: Ich habe ja schon kein Geld in meinem Häusensack, dass ich das Portemonnaie gar nicht rausnehmen muss.

00:51:11: oder wenn ich gar nichts geben will sage ich selber, habe auch kein Geld, kann die nichts geben.

00:51:21: Das ist für mich exemplarisch.

00:51:24: meine Mutter hat immer gesagt, das Kind ist in den Brunnen gefallen!

00:51:30: Du hast keine Schmerzen, das ist ein Learning.

00:51:33: Aber was machst du das nächste

00:51:35: Mal?

00:51:36: Das ist gut!

00:51:38: Vorwärtsschauen nicht mehr groß über schon auch Gefühle aufarbeiten aber nicht zu lange über die Situation nachdenken sondern immer vorwärten.

00:51:51: Was vorbei ist, ist es vorbei und es gibt nun noch das jetzt und das nachher.

00:51:59: Das ist gut.

00:52:00: Und dann würde mich noch interessieren, in meinem Roman arbeitet der Leo in der Werkstatt und es gab Leute die in Rezensionen kritisiert das als Werturteil verstanden haben, die dachten dass ich damit das Werkstaatssystem unterstütze.

00:52:16: Ich habe aber gar keine klare Haltung dazu!

00:52:18: Ich sehe ihn für und ich sehe ihn wieder.

00:52:21: Es gibt aber in Deutschland eine sehr kritische Debatte gerade Wie siehst du das?

00:52:26: Es muss sich aufpassen, weil ich bin ja auch noch Stiftung grad eine Institution die eine Werkstatt dran hängt.

00:52:39: Und ich denke wenn man es unter den UNO-Bergenaspekten anschaut, müssen sich Wirkstätten und Institutionen transformieren und inklusive Arbeitsplätze ausgestalten.

00:53:00: Es kann nicht mehr sein, dass man irgendwo am Waldesrand oder im Hügel oben alle Behinderten hinkommt!

00:53:10: Und dann kommt mir immer wieder das Jan Böhmermann Video in den Sinn, wo dann Großfirmen arbeiten reingeben und sich so gut

00:53:23: fühlen,

00:53:24: wenn sie da irgendwie im Besuch sagen, dass modernes Klaube reibetreiben ein bisschen.

00:53:31: Weil die Löhne sind über mich zu entsprechen wie jetzt bei Porsche einen Waffenkosten.

00:53:38: Und ich glaube ... Die Idee wäre es, dass die Institution oder die Werkstatt mit ihren Agogen in die Firmen gehen, die Arbeit irgendwo stellen und sagen könnte auch der Leo oder der Jan.

00:53:57: Also diese Arbeit zu einem Verlohn bei euch machen.

00:54:04: Ich möchte eigentlich dass Institutionen oder Werkstätten mehr Brückenbauelement sind, dass sie dann irgendwann Diese Leute, die sich jetzt in den Werkstätten parkieren rausbringen und auch vielleicht nicht mehr das machen wollen.

00:54:24: Wenn man in eine Werkstatt, wenn es in eine Institution geht, dass man das Gesamtpaket nehmen muss oder wie in einem... in einem Discounter sich Sachen nehmen kann, wie ich brauche Unterstützung dort und dort oder so.

00:54:40: Oder ich braue vielleicht noch die Infrastruktur aber alles andere kann ich selber nicht mehr.

00:54:46: die Vollzeitbesorgung um immer beim Wort sondern individuelle.

00:54:52: Das fokussiert von Menschen und ich glaube, dorthin muss die Reise sein weil... Was ich eben bei dieser Diskussion pro Werkstätte immer wieder höre, ist die Fälle, die sie brauchen.

00:55:09: Aber ich höre nie von den Fällen, die sagen, wo unglücklich in der Werkstatt sind.

00:55:18: Da müsste man einfach transparent sein und offen sein, dass der Kreislauf des Lebens auch dort reingepumpt

00:55:27: wird.".

00:55:29: Und eigentlich ist das ja auch die Idee der Werkstätten gewesen.

00:55:32: Eigentlich sollte das ja eine Staat-Rampe sein, bis es aber in den allerwenigsten Fällen tatsächlich.

00:55:38: Ja

00:55:39: und weil wenn man sich da auf inklusive Bildung nochmal runterbricht ich glaube wir können uns also bei uns in der Schweiz gibt es da Debatten wieder rückwärts zu gehen Aber wir können nicht mehr erlauben zwei Parallel

00:55:57: die

00:55:58: Geschichte aufzulassen.

00:56:00: Aber niemand kommt auf die Idee, dass die zwei Systeme zu einem zu feiern und ionieren, weil natürlich fehlt es in der Regelschule an Kompetenzen.

00:56:15: Ja wenn die Sonderschulen alle bindet aber so wenn man das zusammenlegen würde hätte man auch genüge Ressourcen Und ich hätte auch da ein durchletziges Schulsystem, das man sagt.

00:56:30: Vielleicht lesen und schreiben ist der Mensch mit Behinderung vielleicht Regelschulekomfort und vielleicht beim Rechnen nicht.

00:56:39: aber dass alle durchmischt sind weil wenn man richtig Inklusion fördern will muss man Begegnungen schaffen.

00:56:48: Das geht halt an mit der Schule.

00:56:51: es geht nicht anders

00:56:53: Ganz genau und ich weiß nie, wie es bei euch ist.

00:56:55: Aber bei uns in Deutschland ist es so dass wir so viele Schulabbreche haben wie nie.

00:56:59: Wir haben so viele Kinder mit Angststörungen und Depressionen wie nie.

00:57:03: Das heißt Es ist ganz offensichtlich Dass wir unser Schulsystem grundlegend reformieren müssen.

00:57:09: das ist ein System was auf der einen Seite enorm viel Druck erzeugt und auf der anderen Seite eher unterfördert ist.

00:57:17: Und also Ich glaube nicht dass ich das erleben werde weil unser schulsystem ist ein tanker Aber dass sich da ganz grundlegend was aufbricht und wir auch aufhören, Kinder so früh einzuteilen in Leistungsklassen.

00:57:32: Das wäre für mich ein Lebenstraum wirklich.

00:57:35: Ja und vor allem... also mit Überbildung könnten wir noch selber einen Punkt nehmen.

00:57:42: Also dann musst du dich nicht wissen, dass ich da ein bisschen einen Hot-Take habe.

00:57:48: Lass sich jetzt mal fallen, wir müssen aufpassen dass eine Sonderschule auch nicht ein Abstellkreis wird für Migrationsgeschichten.

00:58:02: Weil diese Entwicklung in Deutschland ist das ja ein brandaktuelles Thema des Menschen die nicht gut Deutsch können einfach in die Sondenschule abgeschoben werden und bei uns in der Schweiz fängt das eben auch an.

00:58:17: Und was mich heute macht, natürlich hat ein Mensch, der nicht gut Deutsch sprechen kann, irgendwann ist er wütend weil er nicht verstanden wird und dann wieder irgendwie mit ADHs Diagnose sehr ruhig gestellt und dann geht er in die Sonderschule.

00:58:38: aber wenn ich nicht verstandeln werde, werde Und das darf und soll nicht salofähig werden.

00:58:49: Einfach um zu sagen, dass man sich so in der Schule füllen kann.

00:58:53: Das darf nicht sein!

00:58:59: Aber ich freue mich auf deinen dritten Roman... ...und lass uns eine Fortsetzung machen.

00:59:06: Also irgendwann nächstes Jahr?

00:59:09: Sehr, sehr gerne.

00:59:11: Ich weiß gerade noch nicht wann ich dazu komme den zu schreiben aber ich weiß immerhin schon mal dass er bis dahin erscheinen soll.

00:59:17: Bis dahin werde ich hoffentlich einen schönen dritten Roman geschrieben haben und dann könnte das so eine Gelegenheit sein, mal zu hören wie es weitergegangen ist bei dir und bei

00:59:26: mir.

00:59:27: Und lass uns irgendwie ein Kanal finden in dem wir jeden Erstausch bleiben können.

00:59:34: Sehr,

00:59:36: Danke dir vielmals.

00:59:37: Ich habe es extrem genossen!

00:59:40: Vielen Dank, ich auch und ich nehme dieses Bild mit dass es nicht darum geht den großen Felsblock zu stemmen sondern den Kiesel und dem nächsten Kieseln bis irgendwann was ins Rutschen hält.

00:59:50: Der

00:59:50: Fels blocken von selber in den Tal ruckelt.

00:59:55: aber wenn man eben wie Schüssefuß, immer versuchen zu bewegen.

01:00:00: Da müsste man eben die Unterlage mal anschauen.

01:00:04: Aber wann ist das die Natur des Schwerkrafts?

01:00:08: Irgendwann ruft das uns... Ja!

01:00:12: Da wollen wir hin.

01:00:14: Ich danke dir.